
„Ich kann mich erinnern, der beste Schüler in unserer Klasse hieß „Blau“.
Er war Jude.
Als wir am 9. November 1938 in seine Straße einbogen, waren seine Fenster eingeschlagen, und heraus flog ein Klavier – Sein Klavier.“ Ein Zeitzeuge

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland ca. 400 Menschen Opfer von Morden, Selbsttötungen und schweren Körperverletzungen mit Todesfolge.
1.406 Synagogen und Betstuben wurden vollständig zerstört. Das sind nahezu alle, die sich damals in Deutschland befanden.
Des weiteren wurden 7.500 jüdische Geschäfte, Wohnungen, Gemeindehäuser und Friedhofskapellen zerstört.
Hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Vergewaltigungen jüdischer Frauen.
Das gesamte Ausmaß der Novemberpogrome des Jahres 1938 ganz zu Schweigen von den folgenden grauenhaften Verbrechen der Nazizeit ist einfach nicht zu fassen.
Der 9. November 1938 und die Tage danach werden oft als „Reichspogromnacht“ oder „Novemberpogrome“ bezeichnet.
Die fabrikmäßigen Massenmorde von jüdischen Menschen in und aus ganz Europa durch die Nationalsozialisten gehen jedoch über jedes Pogrom der Geschichte weit hinaus und sind selbst mit dem Wort Genozid (Völkermord) nur unzureichend zu fassen. In der Nachkriegszeit wurden die Worte „Shoa“ (Hebräisch für „Unheil“, „große Katastrophe“) und Holocaust (Griechisch für „vollständig Verbranntes“, d. h. „Brandopfer“) für die Verbrechen der Nationalsozialisten neu definiert.
Mit meinen 23 Jahren gehöre ich zu einer Generation, welche die Geschehnisse der Judenverfolgungen unter dem nationalsozialistischen Regime nur aus Erzählungen kennt. Ich kann auch nur noch sehr wenige Augenzeugen befragen, da das ganze über 62 Jahre her ist.
Ich weiß aber, dass wir weder vergessen, verleugnen, noch aus Angst verschweigen dürfen, was geschehen ist!
„Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.“ Dr. Ingeborg Bachmann
Deshalb nehme ich mit diesem Artikel und im RL an folgender Aktion teil:
Projekt „Kristallsplitter“ zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht
Pressemitteilung:
„Der Weltkongress russischsprachiger Juden (World Congress of Russian Jewry“ – WCRJ) startet ein Projekt, das dem 70. Jahrestag der Reichspogromnacht gewidmet ist. Es wurden mehrere Tausenden Abzeichen vorbereitet, sog. „Kristallsplitter“ in Form eines Davidsterns mit der Aufschrift „Nie wieder!“ in verschiedenen Sprachen (Englisch, Deutsch, Russisch etc.). Diese Abzeichen werden dann von den Aktivisten in verschiedenen Ländern verteilt und Menschen, die an dieser Aktion teilnehmen, werden sie am 9. November 2008 als Erinnerung und Mahnung tragen. Zurzeit laufen die Vorbereitungen in Israel, USA, Großbritannien, Italien, Tschechien, Polen, Bulgarien, Lettland, Estland, Rumänien, Österreich und Deutschland. Diese Aktion hat jetzt schon ein großes Interesse von der Seite der internationalen Presse erweckt.“
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Quellen:
Wikipedia: Novemberpogrome
Wikipedia: Holocaust
Wikipedia: Pogrom
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Danke Chajm für den Hinweis
Zitate zu „Geschichte“
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